Anna Dobler hat für 1weiter.net deutsche Promis zu ihren ganz persönlichen Grenzerfahrungen befragt. Die Antworten überraschen und berühren.

Peyman Amin (43), Modelagent

„Nachdem ich in den neunziger Jahren in Frankfurt für eine kleine Modelagentur gearbeitet hatte, entschied ich mich, 1997 nach Paris zu gehen und dort mein Glück zu versuchen. Ich wusste damals nicht, dass diese Reise zw��lf Jahre andauern und vielleicht das bisher größte Abenteuer meines Lebens sein würde. Über Nacht habe ich mein ganzes Leben, inklusive Familie und Freunde, hinter mir gelassen und musste in Paris wieder von vorne anfangen, denn in der Modemetropole ist man in der Champions League des Modelgeschäfts, und bis dahin spielte ich eher in der Kreisliga. Die ersten sechs Monate waren die Hölle, beruflich, sprachlich, aber auch kulturell. Ich habe sehr oft mit dem Gedanken gespielt, wieder nach Frankfurt zurückzukehren. Aber letztlich riss ich mich immer wieder am eigenen Riemen und dachte mir, dass ich immerhin schon den ersten großen Schritt gemacht hatte. So wurde dann plötzlich aus dem Alb- ein richtig schöner Traum."

Harter Aufstieg

Peyman Amin musste einige Hürden nehmen, bis zu seinem internationalen Durchbruch (Foto: Günter Egger)

Daniela Katzenberger, Schauspielerin (27)

„2010 war ich zu Gast bei „The Dome“ in Hannover, um mein Lied „Nothing‘s Gonna Stop Me Now“ zu präsentieren. Das war mein erster großer Auftritt. Ich werde ja schon nervös, wenn ich vor 100 Leuten stehe, aber damals waren es 10.000 und dann sollte ich auch noch singen und tanzen. Ich war wirklich sehr aufgeregt und wäre am liebsten gar nicht erst aufgetreten. Aber zum Glück habe ich mich dann doch getraut. Darauf bin ich auch heute noch stolz.“

Das erste Mal auf großer Bühne

Für Kult-Blondine Daniela Katzenberger eine Grenzerfahrung (Foto: 99pro media/schoko-auge.de)

Ross Antony (39), Sänger

„Ich musste für die RTL-Sendung ‚Einmal im Leben - 30 Dinge, die ein Mann tun muss‘ ein Hochhaus an der Hauswand hinunterlaufen. Nicht, dass mich das nicht schon genug Überwindung gekostet hätte, an dem Drehtag war auch noch einer der beiden Kameramänner krank. Deswegen wurde ich erst gefilmt, als ich meine Anfangsposition eingenommen hatte. Das bedeutet, ich bin über der Häuserkante in eine Schräglage gebracht worden, um in den Abgrund zu schauen. Jetzt hätte ich eigentlich meinen Weg Richtung Boden antreten können, musste jedoch ausharren, bis der Kameramann unten war, um mich bei meinem ‚Gang‘ zu filmen. Das waren so ziemlich die schlimmsten Minuten meines Lebens.“

Regungslos ausharren in enormer Höhe

Für Dreharbeiten ging Entertainer Ross Antony an seine Grenzen (Foto: André Weimar)

Julian F.M. Stoeckel (27), Designer

„Die schlimmste Grenzerfahrung, die ich bis heute gemacht habe, war der Tod meines besten Freundes vor vier Jahren. Er kam bei einem tragischen Unglück ums Leben und ich konnte mit der Situation absolut nicht umgehen und wusste nicht mehr wohin mit mir und diesem Verlust. Ich habe sehr lange gebraucht, um darüber hinwegzukommen. Das hat mir gezeigt: Nichts ist für die Ewigkeit und alles ist vergänglich. Leider!"

Der Tod seines besten Freundes

stürzte Designer Julian F.M. Stoeckel in eine tiefe Krise (Foto: Alexander Klotz)

Michi Beck, Die Fantastischen Vier (46)

„Ich habe viele Grenzerfahrungen gemacht. Sei es die Geburt meiner Kinder, was sicher eine der tollsten Erfahrungen war in meinem Leben, oder aber auch der Tod von Verwandten ist eine Grenzerfahrung, die emotional hoch angesiedelt ist. Da merkt man auch, dass Freude und Trauer ähnliches in einem auslösen. Ansonsten habe ich in frühen Jahren Grenzerfahrungen mit chemischen Mitteln gemacht, die ich auch nicht missen möchte."

Bei der Eröffnung des „House of Weekend“ in Berlin

erzählte Michi Beck von seinen Grenzerfahrungen (Foto: Alexander Gnädinger)

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